Bibel lesen. Jesus oder Gott? Beten lernen. - Alles nicht so einfach!

Bin gerade im Hotelzimmer in Stuttgart. Hatte gestern einen Vortrag im Diakonischen Werk Württemberg und heute ist der Selbsthilfetag des Landesverbandes Psychiatrie-Erfahrener Baden-Württemberg in der Diakonissenanstalt. Es ist jetzt schon nach 4 Uhr.

Das Fatale ist, dass ich gestern Morgen meine Medikamente nicht genommen und dann auch noch in Teningen zurückgelassen habe. Also bin ich 2 komplette Tage ohne Medikamente. Das gab's schon sehr viele Jahre nicht mehr. Wie ich auch damit gerechnet habe, werde ich wohl die ganze Nacht nicht schlafen können. Hatte auch lange ein dumpfes Gefühl im Kopf aus dem jetzt Kopfweh geworden ist.

Aber zurück zu den Glaubensthemen. Ich kann mich einfach nicht mit dem Bibellesen anfreunden. Ich lese viel lieber Autoren, die über die Aussagen der Bibel schreiben und lese nicht das, was die eigentliche Grundlage meines Glaubens ist. Christsein ohne die Bibel zu lesen, sehe ich sehr skeptisch. Vielleicht habe ich da auch einen zu engen Begriff von Christentum. Ich weiß, dass unsere Pfarrerin das nicht so eng definiert. Ich habe den Eindruck, dass mein neuer Weg viel auch mit Disziplin zu tun hat, was ja nicht meine Stärke ist. Ich weiß ziemlich genau, was ich will, weil ich diese Vorhaben nicht umsetzen kann, zweifle ich aber, ob ich das Richtige will. Das ist zur Zeit echt ein Problem für mich.

Update 21.11.22:
Zur in einem anderen Post beschriebenen Problem, dass die Energie und die Begeisterung für mein spirituelles Engagement ziemlich abgenommen haben, hat meine spirituelle Begleiterin gestern am Telefon gesagt, dass Gott möchte, dass er um seiner selbst willen geliebt werden will und nicht nur deswegen, weil er uns Freude schenkt. Auch ist es so, dass Gott uns nicht zur Verfügung steht, wie wir es gerne hätten, die Nachfolge Jesu ein Geschenk ist und passiert von alleine, wenn es Jesus will. Es bleibt nichts anderes übrig, als darum zu beten. Trotzdem macht es mir ziemliche Schwierigkeiten, weil ich nicht weiß, mit welchen Anliegen ich mich an wen wenden soll: Gott oder Jesus. Ich dachte, ich hätte seit dem Kloster zu Jesus gefunden, aber er kommt inzwischen wieder zu kurz, weil ich viel an Gott denke und auch über Gott lese.

Gestern habe ich wieder ein Buch von Johannes Hartl gekauft, in dem er gute Übungen beschreibt, wie man das Beten lernen kann im Alltag und somit auch Gott näher kommen kann. Auch Jesus hätte nichts Wesentliches getan, ohne vorher darüber zu beten. Er har sich ja dazu oft von seinen Jüngern zurückgezogen. Leider habe ich vin den Übungen im Buch bisher nur eine Übung gemacht. Soviel zum Thema Disziplin.

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