Ein kleines Alltagswunder für mich
Liebe Leserin, lieber Leser,
ich freue mich, dass dich dieser Beitrag interessiert.
Mir ist am Donnerstag etwas passiert, was mich nachdenklich und fragend zurücklässt. Du wirst vielleicht am Ende des Textes denken, warum macht er so ein großes Ding aus der doch so kleinen Sache. So hat es eben auf mich gewirkt...
Ich war in Freiburg mit der Straßenbahn unterwegs. Vom Bahnsteig stieg ich in Gedanken versunken ein und setzte mich an den ersten Platz neben die Wagentüre. Ich holte wie fast immer mein Handy aus der Tasche und fing an zu tippen. Aus irgendeinem Grund schaute ich auf und direkt vor meinem Gesicht hing ganz nahe ein großes Schild vor mir mit der Aufschrift "Bitte Maske tragen". Ich erschrak und bemerkte, dass ich die ganze Zeit ohne Mund- und Nasenschutz in der Straßenbahn gefahren war und das war ja immer noch Pflicht. Also setzte ich schnell meine Maske auf und vertiefte mich wieder in mein Smartphone. Plötzlich dachte ich, das Schild müsse ich mir doch noch einmal anschauen. Ich blickte auf und das Schild, das vorher genau vor meinen Augen hing, war verschwunden. Ich zögerte und wunderte mich sehr. Woher hatte das Schild gewusst, dass ich keine Maske trug und vor allem, wohin war es verschwunden? Ich war ratlos und fing an, an mir selbst zu zweifeln.
Ich schaute mir nun die ganze Sache etwas genauer an. Und jetzt sah ich ganz schräg vor mir, kaum noch lesbar, das Schild. Es hing an der automatischen Tür und hatte sich beim Öffnen der Tür direkt vor meinem Gesicht platziert. Als sich dann die Tür geschlossen hatte, verschwand das Schild wieder vor meinem Blickfeld und hatte sich also um 90 Grad von mir weggedreht, so dass ich es kaum noch sehen konnte. Da ich den ganzen Vorgang nicht beobachtet hatte, weil ich auf mein Smartphone schaute, erschien es mir, wie wenn das Schild gewußt hätte, dass ich ohne Maske da saß, mir das mitteilte und danach wieder verschwand.
Jetzt war das Rätsel also gelöst. Aber ich war schon sehr verwundert, wie das alles passiert ist. Für mich war das ein Zeichen Gottes gewesen, der mir mitteilen wollte, dass er immer noch da sei, auch wenn ich ihn die letzten Tage nicht mehr so präsent spürte, wie die zwei Monate zuvor.
Vielleicht kannst du, dass nicht so nachvollziehen, vielleicht habe ich das Geschehen auch nicht anschaulich genug geschildert. Für mich war es ein kleines Alltagswunder, das mir wieder mehr Gewissheit und Kraft gab.
Gott liebt und behütet uns , auch wenn wir es eine zeitlang nicht bemerken!
Ich kann deine Gedanken sehr gut nachvollziehen. So kann dir Gott einen Gedanken so eindrücklich vermitteln, dass du ihn so schnell nicht vergisst.
AntwortenLöschenManchmal habe ich mir überlegt, wie es sein kann, dass Gott mich in eventueller Not und meine Gebete wirklich jederzeit hört und immer bei mir sein kann, wo es doch so viele Menschen auf der Erde gibt. Und dann fiel mir der Vergleich mit einem Navigationssystem fürs Auto ein. Dieses Navi leitet durch Satelliten Millionen von Autos auf dem richtigen Weg. Um wie viel größer ist Gott als ein Satellit. Grüße von Heidi
AntwortenLöschenLiebe Heidi,
Löschenein sehr schöner Vergleich!
Darüber habe ich mir auch schon Gedanken gemacht, wie Gott das schafft für so viele Menschen gleichzeitig da zu sein und so viele Leben begleiten kann. Ich habe mir dann gedacht, dass Gott ja allmächtig ist und wir ihn uns nur mit unserem sehr begrenzten Verstand und unserer Fantasie vorstellen können. Er ist schon immer da, wird ewig da sein und bleibt immer derselbe. Wer kann sich das schon vorstellen? Gott wird uns immer unergründlich sein. Wie hat er es hinbekommen, die ganze Welt so zu schaffen wie sie ist? Wie hat er sich die Naturgesetze ausgedacht, wie die atomare Welt, wie hat er es überhaupt hinbekommen, dass es so etwas wie Leben gibt, die vielen Tiere und so komplizierte Wesen wie den Menschen. Die Liste könnte man endlos fortsetzen. Er ist eben allmächtig. Diese Aussage muss uns genügen.
Liebe Grüße
Rainer