Bekenntnis

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Wieder hat mich ein Kapitel eines Buchs von Rainer Harter inspiriert. 

Rainer Harter hat ja eines der beiden Bücher geschrieben, die ich im Klosterladen gekauft habe und die maßgeblich dazu beigetragen haben, dass ich meinen weiteren Lebensweg mit Jesus gehen will und der Wegweiser dafür die Bibel sein soll. Ich habe mich Anfang September 2022 dazu entschlossen Jesus nachzufolgen und zu glauben, was in der Bibel steht. Ich möchte Jesus ähnlicher werden, auch wenn sich das überzogen anhört, wenn ich mich im Alltag beobachte. 

Ich möchte offen mit meinem Glauben umgehen. Wenn Christus durch jemand wirkt, gibt es keinen versteckten Glauben, gibt es keinen Glauben, der ein Tabuthema im Alltag ist. Auch wenn das ein sehr hoher Anspruch an mich selbst ist, sollen die Menschen wissen, dass Jesus und Gott die Grundpfeiler meiner Existenz geworden sind, beziehungsweise, dass mir das jetzt bewusst geworden ist. So hat es Jesus gewollt. 

Ich muss mich mit kleinen Schritten abfinden und Geduld haben. Zum Beispiel bin ich bei der letzten Vorstandssitzung von Selbsthilfe mit Köpfchen e.V. wieder in alte Muster zurück gefallen, als ich die Idee einer anderen Person vorgetragen habe, wieder ärgerlich wurde, weil ich mich nicht verstanden fühlte und mich mit anderen Meinungen konfrontiert sah. Das Verrückte ist, dass das ja gar nicht meine Idee war und mich trotzdem unangemessen heftig dafür einsetzte. 

Auch muss ich meine Impulse einen Gedanken zu äußern besser in den Griff bekommen. Manchmal unterbreche ich Menschen, wo es unangebracht ist. Ob die Regel, niemals einen Menschen zu unterbrechen gut ist, bezweifle ich aber. Es gibt Menschen, die anderen ohne Rücksicht jeden gedanklichen Raum nehmen. Aus Selbstschutz ist es da gar nicht anders möglich, als zu unterbrechen. Oder liege ich da falsch und die Demut muss so weit gehen, dass man missbraucht und zum Opfer wird?

Aber zurück zum eigentlichen Anliegen dieses Textes. Ich habe in Ansätzen schon begonnen über Christsein zu reden, wo ich es vorher nicht getan hätte. Es wird sich zeigen, welche Konsequenzen meine diesbezügliche Veränderung haben wird. Manchen wird das nicht gefallen und sie werden vielleicht sagen ich bin ein Heuchler. Aber das soll mich nicht von meinem Weg abhalten. Ich hoffe sehr, dass die meisten Menschen mir glauben, dass ich Jesus folge, bei all meiner Unvollkommenheit. 

In diesem Zusammenhang hier ein Gebet des Heiligen Franz von Assisi, dass ich aus dem Buch von Rainer Harter entnommen habe:


Gebet für den Frieden (Hl. Franz von Assisi) 

Herr, mach mich zu einem Werkzeug Deines Friedens, 
dass ich liebe, wo man hasst; 
dass ich verzeihe, wo man beleidigt; 
dass ich verbinde, wo Streit ist; 
dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist; 
dass ich Glauben bringe, wo Zweifel droht; 
dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält; 
dass ich Licht entzünde, wo Finsternis regiert; 
dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt. 
Herr, lass mich trachten, 
nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste; 
nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe; 
nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe. 
Denn wer sich hingibt, der empfängt; 
wer sich selbst vergisst, der findet; 
wer verzeiht, dem wird verziehen; 
und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben.
Amen 

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