Gebet: Hoffen auf Gnade
Gott Vater und Sohn hört mein Gebet:
Ich habe noch so viel Wut in mir. Ich bin noch so weit weg vom Menschensohn. Und habe nur noch so wenig Zeit. Aber ich kann nicht werden wie du. Es gibt nur einen Menschensohn und letztlich bin ich auf deine Gnade angewiesen. Wenn du willst, hole ich in einer Sekunde Jahre ein. Wenn du willst, verfalle ich wieder in Zweifel und Orientierungslosigkeit. Ich kann dich nur anbeten und nach deinen Geboten leben. Ich bin mir meiner Machtlosigkeit immer mehr bewusst. Immer noch hat mein Ego viel Einfluss auf meinen Geist. Meine Emotionen lassen mich unschön reden und lassen mich meine Mitte verlieren. Dann merke ich, dass ich noch lange nicht soweit bin, wie ich oft denke. Dann bin ich mitten im Getümmel um Recht haben und sich durchsetzen.
Irgendwie scheue ich mich inzwischen, dich immer um Unterstützung zu bitten. An den heutigen Christen wird ja kritisiert, dass sie dich als Wunscherfüllungsinstanz missbrauchen. Das Lobpreisen und die Fürbitte seien aus der Mode gekommen. Ich bin so froh, dass es dich gibt und will nicht nur zu dir beten, wenn ich etwas von dir für mich will. Das muss ich aber noch etwas üben. Du kennst mich, wie niemand sonst. Besser als ich mich selbst kenne. Du weißt, dass ich meinen Glauben an dich sehr ernst nehme und vertraue auf deine unendliche Liebe für mich. Vielleicht mache ich mir auch Probleme, wo gar keine sind.
Du bist der Boden auf dem ich geh und steh. Ich widme dir mein Leben und ich will dir folgen, so gut ich kann. Ansonsten hoffe ich auf deine Gnade und übe mich in Demut.
Amen
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